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Interview
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* Wie bist Du auf FL Studio aufmerksam geworden?
Das war so schätzungsweise im Jahr 2001. Da fing ich gerade an mich zu orientieren in Sachen Musik machen auf dem Rechner. Als Neuling auf dem Gebiet hab ich mich erstmal ca. ein halbes Jahr abgequält den richtigen Sequencer zu finden. Cubase und Logic fand ich grauenhaft unintuitiv, das Rumprobieren war schrecklich frustrierend. Die Demo-Version von Fruity Loops hab ich dann über eine Suchmaschine gefunden. Und - ganz im Gegensatz zu allen anderen Programmen - sofort nach dem Öffnen hab ich Töne höören(!!) können, die ich auf dem Keyboard erzeugt habe - wow, das war so was von fulminant. Hat sofort Spaß gemacht :-)
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* Was sind Deine Lieblingsfunktionen in FL Studio, was kannst Du besonders empfehlen?
Zu recht of gelobt wird auch von Usern, die andere Sequencer nutzen, die PianoRoll von FL. Da sind so viele Features enthalten, dass das Feintuning von Midi-Noten ein Genuss ist. Um mal ein hier gern verwendetes Feature herauszuheben: Der Randomizer. Der eignet sich nicht nur für Leute, denen evtl. grad die Inspiration ausgegangen ist eigene Tonfolgen / Akkorde zu ersinnen, genau kann es ein Späßchen sein diverse Instrumente da mal durchzujagen, kann man schöne Schräg12Tonsachen mit machen zB. Gut finde ich auch die Layer-Funktion - so dass man nicht mal unbedingt ein Extra-SamplePlugin braucht um diverse Instrumente übereinander zu legen und zu splitten. Den FPC finde ich auch prima, weil eine ganze Menge Samples gleich über den Downloader kostenlos zu haben sind und er somit es gar nicht nötig macht externe DrumSynths zu verwenden. Die Skalierbarkeit des Mixers und dass er so klein ist finde ich auch gut, denn so passt er neben anderen Fenstern auch gut auf einen nicht zu großen Bildschirm wenn man mit Laptop auftritt.
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* Kann man Dich spielen oder auflegen hören/sehen?
Hoffentlich demnächst wieder mehr. Nach einigen Jahren reiner Kompositionsarbeit, wo schon die Produktion eines Hörspiels 3 Jahre verschlungen hat, ist es tatsächlich an der Zeit live zu performen. Entweder mit Sonic Ensemble solo und instrumental oder mit Green Beta, bei letzterem sind wir gerade dabei ein Live-Set zusammenzustellen, Website zu basteln und zu proben.
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* Hast Du VÖs bei denen FL Studio eingesetzt wurde?
Ja, ich habe als Thomekk eine ganze CD damit produziert,unter Sonic Ensemble mehrere. Aktuell mache ich ein neues (Pop)Projekt namens Green Beta mit einer Sängerin - das wird ebenfalls in FL aufgenommen, finegetuned, arrangiert und gemischt.
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* Was sagst Du denjenigen die behaupten FL Studio sei nur ein Spielzeug?
Totaler Blödsinn. Man lacht ja mittlerweile über solche Popcorn-Sequencer-War-Threads. FL Studio bietet den unschätzbaren Vorteil, dass es meiner Meinung nach für Einsteiger einfach zu handhaben ist und auf der anderen Seite aber eine solche Vielfalt an Bearbeitungsmöglichkeiten bietet, die durchaus komplex sind und ein ständiges Weiterlernen auch für fortgeschrittene User bedeuten, dass alles drin ist, was man für eine komplette durchaus professionelle Musikproduktion mit Audio und MIDI braucht. Auch die technischen Werte stimmen. Am Rest ist einfach nur der User schuld. Und wem die Menge der mitgelieferten Plugins nicht reicht, der kann ja locker auch VSTs von anderen Anbietern einbinden. Die Unterstützung dafür ist sehr stabil. Das mit dem Spielzeug-Ruf hat sich Imageline ein bisschen selbst eingebrockt, weil es eben auch ein paar verspielte Features gibt wie etwa den Tänzer und der frühere Name Fruity Loops klebt bei manchen im Gedächtnis wie Kleister am Holz.
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* Was sind Deine Erfahrungen im Umgang mit FL Studio?
Naja, nur gute - sonst wäre ich ja nicht so lange und gerne bei dem Prog geblieben :) FL Studio ist quasi mein täglich Workflow-Brot, womit sich eine ganze Produktion von der ersten groben Idee, dem Audio-Recording, dem Arrangieren bis hin zum Mastern erledigen lässt. Das Programm ist imho so vielseitig und offen angelegt, dass sich jeglicher Musikstil damit produzieren lässt - vorausgesetzt man will und kann. Zugleich lässt FL auch gänzlich verschiedene Arbeitsweisen zu, man kommt wahrscheinlich gar nicht unbedingt dazu alle Werkzeuge zu nutzen. Es macht mir bis auf den heutigen Tag großen Spaß damit zu arbeiten.
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* Wo kann man noch etwas über Deine Projekte erfahren? Kürzlich erschien ein Stück von Sonic Ensemble auf der Ambient-Compilation „Winterbilder“ bei www.audiotrop.de (da sind noch eine ganze Reihe anderer spannender Künstler mit dabei). Das Hörspiel „Paprikatown“ hat eine eigene Seite: www.paprikatown.de Sonic Ensemble auf MySpace: www.myspace.com/sonicensemble1 Thomekk auf MySpace: www.myspace.com/thomekk1 Und wer die letzten Werke mitbekommen will, kann sich mal die Seite anschauen: www.musik-und-text.de/wordpress . Dort finden sich auch einige spannende Netz-Kollaborationen mit Musikern aus aller Welt, sowie Remixes und Videos.
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